Central Collecting Point https://staging.lexikon-provenienzforschung.org/ de Morawitz, Johann https://staging.lexikon-provenienzforschung.org/morawitz-johann <span>Morawitz, Johann</span> <div class="field field--name-field-figure field--type-image field--label-hidden field__item"> <img loading="lazy" src="/sites/default/files/styles/large/public/prov_article/IMG-20191123-WA0002%20J%20Morawitz.jpg?itok=_-QZpDxq" width="350" height="480" alt="Porträt, Schwarz-Weiß-Foto" title="Johann Morawitz, um 1946. © Nikolaus Morawitz, FotografIn unbekannt" /> </div> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:41</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item">Johann <strong>Morawitz</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>5.9.1924 Lojowitz / Lojovice, Tschechoslowakei – 18.1.2012 Wiener Neustadt</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Johann Hugo Wilhelm Morawitz wurde in Lojowitz (Lojovice) bei Prag als zweiter Sohn des Ehepaares Edgar Ritter von Morawitz, ehemaliger Oberleutnant der k. u. k. Armee, und Kunigunde Elisabeth Mercy Austerlitz geboren. Im August 1939 nahmen Johann und sein Bruder Thomas Morawitz die spanische Staatsbürgerschaft an, um ihre Flucht aus dem nunmehrigen Protektorat Böhmen und Mähren zu erleichtern. Anfang 1940 gelang es den Brüdern nach Spanien zu ihrem Vater auszureisen, der seit 1926 in der Nähe von Barcelona, in San Pedro de Ribas, als Privatier, Automobil-Rennfahrer und Eigentümer des Autodromo de Sitges-Terramar, lebte. Wegen der Flucht musste Morawitz seine Gymnasialausbildung, die er am Lyceum Alpinum in Zuoz in der Schweiz begonnen hatte, unterbrechen. In Barcelona legte Johann Morawitz 1943 die Reifeprüfung ab und studierte anschließend eigenen Angaben zufolge sechs Semester an der Hochschule für Architektur. Er unterbrach das Studium und kehrte im Mai 1946 nach Österreich zurück. Er hielt sich zunächst bei seiner Mutter, der seit 1928 wiederverheirateten Kunigunde (Gräfin) Nostitz, in Salzburg auf.</p> <p>Am 1. November 1946 wurde Johann Morawitz als wissenschaftliche Hilfskraft zur Erfassung und Repatriierung von Kunstgegenständen im <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a> (<a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">BDA</a>) angestellt. Am 12. November 1947 fuhr er im Auftrag des Bundesministeriums für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung und in Begleitung der Kunsthistorikerin Anna Spitzmüller (<a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="5b7440b3-53a0-47ab-8fa3-b89335c13812" href="/albertina" title="Albertina">Graphische Sammlung Albertina</a>) als österreichischer Vertreter zum Central Collecting Point (CCP) nach München. Seine Aufgabe war es, den Verbleib von Kunstgegenständen zu klären, die sich vor dem 13. März 1938 in Österreich befunden hatten und den rechtmäßigen EigentümerInnen während der NS-Zeit entzogen worden waren. Er identifizierte in der Folge 20 Gemälde, 61 Miniaturen, 50 antike Schmuckstücke, 19 Statuetten und kunstgewerbliche Gegenstände im Wert von 3,5 Millionen Schilling. Ab Jänner 1948 wurde Morawitz zu einem weiteren sechswöchigen Aufenthalt nach München entsandt. Nachdem der Leiter des CCP sowie der Monuments, Fine Arts and Archives Section beim Office of Military Government for Bavaria, der Kunsthistoriker Herbert Stewart Leonard, die zur Rückführung nach Österreich vorgesehenen Kunstobjekte freigegeben hatte, begleitete Morawitz den Transport am 15. März 1948 von München nach Salzburg ins Amt für Vermögenssicherung der dortigen Landesregierung. Ein weiterer Rücktransport unter Morawitz‘ Aufsicht war für Ende April 1948 geplant. Da er aber seinen Dienstvertrag auflöste und am 15. Juni 1948 aus dem Dienst des <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">BDA</a> ausschied, wurde an seiner Stelle im August 1948 <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="9149e34e-dd71-4f28-9d38-e59b96071ac3" href="/gasselseder-elisabeth-maria" title="Gasselseder, Elisabeth Maria">Elisabeth Gasselseder</a> nach München entsandt.</p> <p>Obwohl Morawitz für seine Tätigkeit beim CCP von <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="82def90c-bb0c-4783-99d2-fcd77430b985" href="/buschbeck-ernst" title="Buschbeck, Ernst">Ernst Buschbeck</a>, Kustos der Gemäldegalerie des <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="6692b23c-6604-4762-b118-45ebbf0aba96" href="/kunsthistorisches-museum" title="Kunsthistorisches Museum">Kunsthistorischen Museums</a> in Wien, große Anerkennung erfuhr, beschrieb er seine Arbeiten in München als "sehr mühselig und nicht erfreulich". Nach seiner Kündigung inskribierte er im Wintersemester 1948/49 als ordentlicher Hörer an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien und besuchte Vorlesungen in den Fächern Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie. Er schloss die Studien aber nicht ab. Nach der Samtenen Revolution 1989 setzte er sich erfolgreich für die Restitution des im Dezember 1942 enteigneten und in Tschechien verbliebenen Familienbesitzes ein, die im Jahr 2006 erfolgen sollte. Die Liegenschaft selbst, die sich zuletzt im Eigentum seiner Mutter und seines Stiefvaters, Franz Anton (Graf) Nostitz-Rieneck, befunden hatte, wird seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Residenz der Österreichischen Botschaft in Prag genutzt.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/26" hreflang="de">Central Collecting Point</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/49" hreflang="de">Denkmalpflege</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/195" hreflang="de">Anita Stelzl-Gallian</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2020-02-25T23:00:00Z">25. Feber 2020</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Theodor Brückler/Ulrike Nimeth, Personenlexikon zur Österreichischen Denkmalpflege, Wien 2001.</p> <p>Georg Gaugusch, Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800–1938. L–R (= Jahrbuch der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft Adler, 3. Folge 17), Wien 2016.</p> <p>Iris Lauterbach, Der Central Collecting Point in München (= Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München 34), Berlin 2015.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>BDA-Archiv, PA Johann Morawitz.<br /> BDA-Archiv, Restitutionsmaterialien, K. 11, CACP München 1947–1949; K. 11/1, CACP München 1949–1950.</p></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:41:07 +0000 acolono 1537 at https://staging.lexikon-provenienzforschung.org Reininghaus, Carl https://staging.lexikon-provenienzforschung.org/reininghaus-carl <span>Reininghaus, Carl</span> <div class="field field--name-field-figure field--type-image field--label-hidden field__item"> <img loading="lazy" src="/sites/default/files/styles/large/public/prov_article/Schiele_-_Bildnis_Carl_Reininghaus_-_1910.jpg?itok=u9ZIeU5I" width="332" height="480" alt="Zeichnung eines bärtigen Mannes (Brustbild)" title="Egon Schiele, Porträt von Carl Reininghaus, 1910. Quelle: Wikimedia Commons (gemeinfrei)" /> </div> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:38</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item">Carl (von) <strong>Reininghaus</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>10.2.1857 Graz – 29.10.1929 Wien</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Carl Reininghaus war der älteste Sohn von Julius Reininghaus und Emilie, née Mauthner Markhof. Nach dem frühen Tod seines Vaters kaufte sein Onkel Johann Peter Reininghaus dessen Anteile der Grazer Brauerei. Das ererbte Vermögen, zu dem auch eine Farbenfabrik und Schlemmwerke in Gösting zählten, sicherte Carl ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit. Der Fabrikant sammelte Kunst und betätigte sich als Mäzen. Um 1900 besaß er laut <em>Handbuch der Kunstpflege in Österreich</em> eine der wichtigsten Sammlungen in der Steiermark, in der sich neben Gemälden von Hans Makart, Hans Thoma und Wilhelm von Kaulbach, auch "einige ältere Italiener" befanden. Aus privaten Gründen (Scheidung von seiner ersten Frau Zoë, née von Karajan; außereheliche Beziehung mit der in Klosterneuburg lebenden Marie Schneider) zog Carl Reininghaus 1904 von Graz nach Wien. Zugleich legte er seinen Sammlungsschwerpunkt auf Kunstwerke der Moderne und war in regem Kontakt mit Gustav Klimt, Egon Schiele sowie weiteren Künstlern der Secession. Er erwarb u. a. mehrere Werke von Ferdinand Hodler. 1907 kaufte er den anlässlich der XIV. Ausstellung der Wiener Secession von Gustav Klimt gefertigten Beethoven-Fries, den er 1915 an August Lederer veräußerte. Es war Carl Reinighaus' testamentarischer Wunsch, dass seine Kunstsammlung nach Möglichkeit als Ganzes erhalten bliebe, allerdings machten die langwierige Nachlassabhandlung, bestehende Zahlungsverpflichtungen und der dramatische Preisverfall in Folge der Weltwirtschaftskrise den Verkauf einzelner Werke notwendig. Einige Objekte wurden schließlich an die Erbberechtigten verteilt, andere über Kunsthandlungen bzw. Auktionshäuser in Wien und in der Schweiz veräußert. Zwei Kunstwerke aus der Sammlung von Carl Reininghaus befinden sich heute im <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="6692b23c-6604-4762-b118-45ebbf0aba96" href="/kunsthistorisches-museum" title="Kunsthistorisches Museum">Kunsthistorischen Museum Wien</a>: Eine antike Grabplatte, 1933 bei <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="92bb9d84-e5f9-40b4-afd6-1b94c6738b09" href="/glueckselig-auktionshaus-fuer-altertuemer" title="Glückselig, Auktionshaus für Altertümer">Glückselig</a> angeboten, aber nicht veräußert, 1940 von der Antikensammlung gekauft, und ein Sebastiano Mainardi zugeschriebenes Gemälde <em>Madonna mit Kind</em>, 1969 zugewiesen. Dieses Bild aus dem 15. Jahrhundert hatte als eines der Hauptwerke der Sammlung gegolten und war 1940 um 100.000 Reichsmark an den <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="aa59c949-7554-43f1-b21e-84c1fa7c32ce" href="/kunstmuseum-linz" title="Kunstmuseum Linz">"Sonderauftrag Linz"</a> verkauft worden. 1945 befand sich das Bild im Central Collecting Point in München, 1958 übergab es die Treuhandverwaltung für Kulturgut der BRD an die Republik Österreich. Kurz darauf forderte die Verkäuferin das Gemälde zurück. Allerdings konstatierte die mit der Causa befasste Finanzprokuratur 1969, dass der Verkauf nicht als Entziehung durch das NS-Regime zu bewerten und damit keine Begründung für eine Rückstellung gegeben sei. In der Folge wies das Bundesministerium für Unterricht das seit 1958 im <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="6692b23c-6604-4762-b118-45ebbf0aba96" href="/kunsthistorisches-museum" title="Kunsthistorisches Museum">Kunsthistorischen Museum</a> verwahrte Bild diesem auch inventarisch zu. 2016 entschied auch der im Zuge der systematischen Provenienzforschung damit befasste Kunstrückgabebeirat gegen eine Rückgabe.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/26" hreflang="de">Central Collecting Point</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/11" hreflang="de">KunstsammlerIn</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/174" hreflang="de">Susanne Hehenberger</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2022-07-03T22:00:00Z">3. Juli 2022</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p><span><span>Beschluss des Kunstrückgabebeirats, Carl Reininghaus, 1.4.2016, URL: </span></span><a href="http://www.provenienzforschung.gv.at/beiratsbeschluesse/Reininghaus_Carl_2016-04-01.pdf" target="_blank">www.provenienzforschung.gv.at/beiratsbeschluesse/Reininghaus_Carl_2016-04-01.pdf</a> (3.12.2020).</p> <p><span><span><span>Auktionshaus für Altertümer Glückselig (Hg.), Gemälde und Antiquitäten aus dem Nachlasse Carl (v.) Reininghaus. Wertvolle Musikinstrumente und Künstlerdokumente aus dem Nachlasse Ernst Löwenfeld. Mobiliar und Kunstgegenstände aus Wiener Privatbesitz, Wien 1933, [Auktion: 29.–30.5.1933], URL: <a href="https://doi.org/10.11588/diglit.10785">doi.org/10.11588/diglit.10785</a>.</span></span></span></p> <p>Handbuch der Kunstpflege in Österreich. Herausgegeben vom k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht, redigiert von Wilhelm Freiherrn von Weckbecker, 3. Aufl., Wien 1902.</p> <p><span>Susanne Hehenberger,<span> </span></span><em>Madonna mit Kind und zwei Engeln</em><span>. Ein Renaissancegemälde aus der Sammlung Carl Reininghaus, in: Eva Blimlinger/Heinz Schödl (Hg.), … (k)ein Ende in Sicht. 20 Jahre Kunstrückgabegesetz in Österreich (= Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung</span> <span>8), Wien-Köln-Weimar 2018, 257–273, URL: </span><span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"><span><span><a href="https://doi.org/10.7767/9783205201274.257"><span>doi.org/10.7767/9783205201274.257</span></a></span></span></span><span>.</span></p> <p>Karl Reininghaus. Ein Gedenkwort von Karl [Carl] Moll, in: Neue Freie Presse, 17. November 1929, 37–38, URL: <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&amp;datum=19291117&amp;seite=37">anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&amp;datum=19291117&amp;seite=37</a> (3.12.2020).</p> <p>Ulrike Tropper, Die Sammlung Carl von Reininghaus. Ein Beispiel privater Kunstförderung um 1900, in: Gotthart Wunberg, Dieter A. Binder (Hg.), Pluralität. Eine interdisziplinäre Annäherung. Festschrift für Moritz Csáky,  Wien 1996, 258–273.</p> <p>Michael Wladika, Dossier Provenienzforschung bm:ukk – LMP, LM Inv. Nr. 465, 30. Juni 2010, URL: <a href="https://www.bmkoes.gv.at/dam/jcr:afd3e3cc-e3a0-49ee-8e79-85f8a01e73ba/dossier_schiele_sitzendermaennerakt.pdf">www.bmkoes.gv.at/dam/jcr:afd3e3cc-e3a0-49ee-8e79-85f8a01e73ba/dossier_schiele_sitzendermaennerakt.pdf</a> (3.12.2020).</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>BArch Berlin, NS 6, S. 194/223, III. Gemälde-Sammeltransport von München-Führerbau nach Alt-Aussee (Salzberg), 13.8.1944.</p> <p>BArch Koblenz, B 323/332, Kunsthändler-Aussagen K-Z, Georg Reininghaus an Erika Zeise, CCP München, 9.6.1951.<br /> BArch Koblenz, B 323/576, Sonderauftrag Linz. Verzeichnis der der Treuhandverwaltung von Kulturgut München bekanntgewordenen Restitutionen von 1945 bis 1962. Österreich A-Z, Reininghaus.</p> <p>BDA-Archiv, Restitutionsmaterialien, PM Friederike Reininghaus.<br /> BDA-Archiv, Restitutionsmaterialien, K. 10, Mappe 5.</p> <p>GNM Nürnberg, DKA, NL Posse, Hans, I, B-1, Tagebuch Hans Posse 1936–1942, Eintrag Mittwoch, 16.10.1940.</p> <p>KHM, Archiv der Gemäldegalerie, 44/GG/1931, 27/GG/1965.<br /> KHM-Archiv, 78/AK/1935, 194/KL/1938, 187/KL/1939, 138/KL/1940.</p> <p>OeStA/AdR, E-uReang, FLD, Zl. 22896, Friederike Reininghaus.<br /> OeStA/AdR, UWK, BMU, Kunstangelegenheiten, Sammelmappe 331.</p> <p>WStLA, Bezirksgericht Hietzing, Abt. 2 A, Verlassenschaft Carl Reininghaus.<br /> WStLA, Historische Wiener Meldeunterlagen, Meldeauskunft Carl Reininghaus.<br /> WStLA, Historische Wiener Meldeunterlagen, Meldeauskunft Friedrike Reininghaus.</p></div> </div> <div class="field field--name-field-links-external field--type-link field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"><a href="https://d-nb.info/gnd/11642785X" rel="nofollow" target="_blank">GND: 11642785X</a></div> <div class="field__item"><a href="https://viaf.org/viaf/72144912" rel="nofollow" target="_blank">VIAF: 72144912</a></div> <div class="field__item"><a href="https://www.wikidata.org/wiki/Q1040189" rel="nofollow" target="_blank">Wikidata: Q1040189</a></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:38:35 +0000 acolono 819 at https://staging.lexikon-provenienzforschung.org Wellek, Walter https://staging.lexikon-provenienzforschung.org/wellek-walter <span>Wellek, Walter</span> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:39</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item">Walter <strong>Wellek</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>10.10.1920 Schärding am Inn – 9.8.2000 Wien</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Der gelernte Friseur Walter Wellek leistete von Februar bis Juni 1940 den Reichsarbeitsdienst ab, bevor er im September desselben Jahres seine Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie in Wien begann, die er im Juni 1943 abschloss. Schon ab Jänner 1942 war er für das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Institut für Denkmalpflege</a> zunächst als Werkstudent, danach als Fotograf tätig. Im Mai 1944 wurde Wellek, weil sein Vater jüdischer Herkunft war, in das "Arbeitsbatl. der 29. Hundertschaft für politisch Unverlässliche, Wehrunwürdige und Schwerverbrecher" der Organisation Todt, einer auf der Arbeitskraft von ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangenen basierenden, militärisch strukturierten Bauorganisation, nach Frankreich eingezogen. Dies geschah obwohl sich unter anderem das Amt des Reichsstatthalters in Niederdonau dagegen ausgesprochen hatte, da Wellek dem <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Institut für Denkmalpflege</a> als einzige fotografische Fachkraft für "kriegswichtige Aufgaben" erhalten bleiben sollte. Nach seiner Rückkehr im September 1944 wurde er abermals als Fotograf der <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Denkmalbehörde</a> beschäftigt, wo er bis 1961 blieb. In dieser Funktion fotografierte er 1955 die aus dem Central Collecting Point München nach Österreich überstellten Kunstwerke in Schloss Kleßheim. Von Februar 1962 bis Mai 1966 war Wellek als Aufseher im <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="2dfbad8d-9498-46d3-a5cd-de0167e9c8ee" href="/oesterreichisches-museum-fuer-angewandte-kunst" title="Österreichisches Museum für angewandte Kunst">Österreichischen Museum für angewandte Kunst</a> beschäftigt. Über seinen weiteren Lebensweg ist bislang nichts bekannt.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/26" hreflang="de">Central Collecting Point</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/13" hreflang="de">FotografInnengewerbe</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/24" hreflang="de">MuseumsmitarbeiterIn</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/19" hreflang="de">NS-Verfolgte/r</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/172" hreflang="de">Lisa Frank</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2019-01-06T23:00:00Z">6. Jänner 2019</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Theodor Brückler/Ulrike Nimeth, Personenlexikon zur Österreichischen Denkmalpflege (1880–1990), Wien 2001.</p> <p>Robert Thoms, Die "Organisation Todt", in: LeMO <span><span><span>–</span></span></span> Lebendiges Museum Online, URL: <a href="http://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/organisation-todt.html" target="_blank">www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/organisation-todt.html</a> (3.12.2020).</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>BDA-Archiv, PA Walter Wellek.<br /> BDA-Archiv, Restitutionsmaterialien, K. 12, fol.109.<br /> BDA-Archiv, Restitutionsmaterialien, o. Nr.,  Schloß Kleßheim.</p> <p>MAK-Archiv, PA Walter Wellek.</p> <p>Verstorbenensuche, in: Friedhöfe Wien, URL: <a href="http://www.friedhoefewien.at" target="_blank">www.friedhoefewien.at</a> (3.12.2020).</p> <p>WStLA, Historische Wiener Meldeunterlagen, Meldeauskunft Walter Wellek.</p></div> </div> <div class="field field--name-field-links-external field--type-link field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"><a href="https://d-nb.info/gnd/1045355704" rel="nofollow" target="_blank">GND: 1045355704</a></div> <div class="field__item"><a href="https://viaf.org/viaf/305914720" rel="nofollow" target="_blank">VIAF: 305914720</a></div> <div class="field__item"><a href="https://www.wikidata.org/wiki/Q106869873" rel="nofollow" target="_blank">Wikidata: Q106869873</a></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:39:38 +0000 acolono 1406 at https://staging.lexikon-provenienzforschung.org